Pommes wachsen nicht auf Bäumen

Pommes wachsen nicht auf Bäumen

Die Bepanthen-Kinderförderung möchte sozial schwachen Kindern durch ein spezielles Förderprogramm eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung ermöglichen. Arche-Kinder, die in ärmeren Verhältnissen aufwachsen, lernten 2012 spielerisch heimisches Gemüse kennen und wie sie dieses anpflanzen können.

Ketchup ist kein Gemüse und Pommes wachsen nicht auf Bäumen - das ist nicht allen Kindern in Deutschland bewusst. Gerade sozial benachteiligten Kindern sind heimische Obst- und Gemüsesorten, die zu einer guten  Ernährung gehören, oft nicht bekannt. Deshalb realisierte die Bepanthen-Kinderförderung an fünf Standorten des Kinderhilfsprojektes "Die Arche" ein mehrmonatiges Gartenprojekt als Förderprogramm.

Junges Gemüse

„Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen haben oft nicht die Möglichkeiten, einem Hobby nachzugehen oder überhaupt eines kennenzulernen“, sagt Bernd Siggelkow, Gründer und Leiter der Arche. „Deshalb sind solche Anregungen für sie wichtig.“  2012 lernten die Kinder beim Gartenprojekt, welche heimischen Gemüsesorten wachsen und wie sie angebaut werden. In einem betreuten Umfeld und mit professioneller Unterstützung von Gärtnern konnten die Kinder, die aus ärmeren Verhältnissen kommen, selber pflanzen, jäten und natürlich ernten – und das wöchentlich zwei Stunden lang mit bis zu 20 anderen Kindern je Arche-Standort. Durch die Betreuung ihrer Beete in der Gruppe lernten die sozial benachteiligten Kinder, Verantwortung zu übernehmen und stärkten ihr Gemeinschaftsgefühl.

Von Spinat kriegt man “Muckis”

Dass man von Spinat dicke Muskeln bekommt, behauptete schon der Comic-Held Popeye. Dass man die Grünpflanze dafür tonnenweise verschlingen müsste, lernten die kleinen Gärtner diesen Sommer im Förderprogramm der Bepanthen-Kinderförderung: Ein ausgebildeter Gärtner erläuterte den Kindern während des Gartenprojektes, welches Obst und Gemüse welche Vitamine liefert und wie es angebaut und gepflegt  werden muss.. Den Höhepunkt des Gartenprojekts bildeten die gemeinsame Ernte sowie ein Erntedankfest, das im September mit allen Beteiligten der jeweiligen Arche-Standorte gefeiert wurde.