Bepanthen-Kinderförderung startet Konflikt-Training für Arche-Kinder

Bepanthen-Kinderförderung startet Konflikt-Training für Arche-Kinder

Gewalt ist schon im Grundschulalter präsent. Ein Konflikt-Training an 13 Arche-Standorten sollte Kindern aus sozial benachteiligten Verhältnissen stärken. Katharina Saalfrank setzt sich als Schirmherrin für gewaltfreies Aufwachsen ein.

Kinder werden bereits im Grundschulalter mit Gewalt, Aggressionen oder Missachtung konfrontiert. Sie werden geärgert, getreten, ausgegrenzt, beleidigt, missachtet oder auch geschlagen. Das bestätigt auch Arche-Gründer Bernd Siggelkow: „In unserer täglichen Arbeit in den Arche-Häusern beobachten wir, dass Gewalt ein immer größer werdendes und sehr präsentes Thema unter jungen Heranwachsenden ist – insbesondere in den sozialen Brennpunkten.“ Das Förderprogramm der Bepanthen-Kinderförderung nahm sich dieser Situation an und startete 2013 ein Konflikt-Training für Arche-Kinder bundesweit an 13 Standorten. Die Bepanthen-Kinderförderung setzt sich bereits seit 2008 für sozial benachteiligte Kinder ein und unterstützt die Arche mit Förderprogrammen und jährlichen Spenden.

Selbstwert stärken und Handlungsalternativen zeigen

Das Konflikt-Training richtete sich an sechs- bis zwölfjährige Kinder, die von Pädagogen des Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“ e.V. an den jeweiligen Standorten ausgesucht worden sind und begleitete Kinder aus sozialen Brennpunkten, die bereits Gewalt- und Missachtungserfahrungen gemacht haben. Durch den Austausch über Gewalt erfuhren sie, dass Gewalt in keiner Form, sei es körperlich noch psychisch, akzeptabel ist. In Rollenspielen und mit Hilfe von Körpertechniken lernten sie, wie sie sich schützen können, wenn sie beleidigt oder bedroht werden. Im Verlauf des Förderprogramms erfuhren sie außerdem, wie sie ihre persönlichen Grenzen deutlich machen können, was sie in konkreten Gewaltsituationen tun können und wo sie Hilfe erhalten. Die Anleitung und Begleitung erfolgte durch professionelle und erfahrene Trainer sowie die Arche-Pädagogen. Konzeptionell und methodisch entwickelt wurde das Programm durch „Millimetertraining“, ein Spezialistenteam aus Köln im Bereich der Gewaltprävention.

Malen als Auftakt – und für den guten Zweck

Auftakt des Konflikt-Trainings war eine Malaktion, bei der die Kinder aus sozial schwachen Familien ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse in selbst gemalten Bildern darstellen konnten.

Unterstützung durch Katia Saalfrank

Begleitet wurde die Malaktion in der Arche Berlin-Hellersdorf durch die Diplom-Pädagogin Katharina Saalfrank, die sich seit April 2013 als Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen einsetzt. „Die Hinwendung zu Kindern in Armutslagen liegt mir persönlich sehr am Herzen. Die Bepanthen-Kinderförderung und die Arche leisten zusammen hier einen wichtigen und wesentlichen Beitrag, um diese Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu guten Erfahrungen zu verhelfen und sie in ihrem Selbstwert zu stärken. Das empfinde ich als notwendig und unterstützenswert“, sagte Saalfrank.

Flexible und individuelle Umsetzung

Bei der Umsetzung der einzelnen Konflikt-Trainings wurde darauf geachtet, dass je nach Standort die ganz individuellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden, sie ihre eigenen Themen einbringen und sich das Training in das bestehende Programm der Arche einordnet. Flexibel konnten die Arche-Häuser daher zwischen Projekttagen- und -wochen oder einem längerfristig angelegten Konflikt-Training wählen.

Video: Konflikttraining für sozial benachteiligte Kinder