Die Bepanthen-Kinderförderung:
Soziales Engagement wird großgeschrieben

Die Bepanthen-Kinderförderung:<br/>Soziales Engagement wird großgeschrieben

2008 ist die Bepanthen-Kinderförderung durch die Bayer Vital GmbH ins Leben gerufen worden. Sie sieht ihre Aufgabe darin, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu erforschen und sie dabei zu unterstützen, ihre Ziele auch zu erreichen. In Kooperation mit der Universität Bielefeld lässt die Bepanthen-Kinderförderung sozialwissenschaftliche Studien durchführen. Wichtigster Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Aussagen der betroffenen Kinder und Jugendlichen, die in der Regel zwischen sechs und sechszehn Jahren alt sind. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen somit in die praktische Kinderförderung ein. In Zusammenarbeit mit dem Kinderhilfsprojekt Arche entstehen auf diese Weise gezielte Förderprogramme, die sich konkret an Kinder aus sozialschwachen Familien richten.

Kinderarmut: Wichtiger Ansatzpunkt für die Kinderförderung

Nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes sind derzeit mehr als 2,5 Millionen Kinder von Armut oder drohender Armut betroffen. Interessant ist, dass bei den Umfragen für diverse Studien die Kinder selbst weniger Probleme mit den rein materiellen Einschränkungen haben. Sie leiden eher unter der gesellschaftlichen Missachtung, die auch ihre Familien miteinschließt. Diese Missachtung manifestiert sich unter anderem dadurch, dass Kinder aus einem sozialschwachen Umfeld sich bereits rein äußerlich von den anderen unterscheiden und diskriminiert werden. Es mangelt an passender Kleidung und die Wohnverhältnisse lassen es oft nicht zu, Freunde oder Schulkameraden nach Hause einzuladen. Zukunftsängste entstehen unter anderem auch dadurch, dass die Kinder und Jugendlichen befürchten, später ihre Familien verlassen zu müssen, um Geld zu verdienen. Kindern diese Ängste zu nehmen ist deshalb eines der vorrangigen Ziele der Bepanthen-Kinderförderung.

Unterstützer sind wichtig für die Kinderförderung

Seit 2013 ist die Diplom-Pädagogin und Familienberaterin Katarina Saalfrank Schirmherrin der Bepanthen-Kinderförderung und unterstützt die jährlichen Förderprogramme. Ein besonderes Anliegen der vierfachen Mutter ist es, das Thema „Gewalt in der Familie“ aus der Tabuisierung zu holen und dafür ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen. Ebenfalls an Bord ist der Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Holger Ziegler von der Universität Bielefeld. Er leitet seit 2010 die Sozialforschung der Bepanthen-Kinderförderung. Das Besondere an den sozialwissenschaftlichen Studien der Universität Bielefeld ist die Tatsache, dass aktuelle Probleme immer aus der Sicht der Kinder beleuchtet werden. In Befragungen erläutern sie ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Nur so lassen sich gezielte Förderprogramme einrichten und Missstände aufdecken und beseitigen.

Die aktuelle Studie der Bepanthen-Kinderförderung

Wie viel Beachtung schenkt man eigentlich den Menschen, die einem am nächsten stehen – den eigenen Kindern? Dieser Frage ist im Jahr 2017 die Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld im Auftrag der Bepanthen-Kinderförderung nachgegangen. Hierzu wurden 1.083 Kinder und Jugendlich im Alter zwischen sechs und sechzehn Jahren zum Thema „Elterliche Achtsamkeit“ befragt. Das beunruhigende Ergebnis: Rund ein Drittel der Kinder und ein Fünftel der Jugendlichen fühlt sich von seinen Eltern nicht beachtet. Dies kann gravierende Folgen für die Persönlichkeitsentwicklung haben. Selbstbewusstsein, Vertrauen, Lebenszufriedenheit und Empathiefähigkeit können starke Defizite aufweisen und damit den Lebensweg der Heranwachsenden negativ beeinflussen.

Immer wieder bringen Studien der Bepanthen-Kinderförderung solche alarmierenden Ergebnisse zum Vorschein. Sie sollten Anlass dafür sein, der Kinderförderung in Deutschland noch viel mehr Raum zu geben und stets aufs Neue das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Kinder die Zukunft jeder Gesellschaft sind und genau deshalb jede nur mögliche Förderung erfahren sollten.

 

Video: Kinderarmut in Deutschland